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Zum ShopWas ist ein Balkonkraftwerk?
Ein kleines Solarkraftwerk für die Steckdose: Module am Balkon, Wechselrichter dazu, Stecker rein. Der Strom läuft direkt in deine Wohnung und senkt, was du kaufen musst.
Stand: 8. November 2026
- Wechselrichter
- bis 800 VA
- Module
- bis 2.000 Wp
- Normale Steckdose
- bis 960 Wp
- 800 Wp am Südbalkon
- ≈ 590 kWhim Jahr
Vom Sonnenlicht zur Steckdose
Ein Balkonkraftwerk macht im Kleinen, was eine Dachanlage im Großen macht, nur ohne Elektriker und ohne eigenen Zählerplatz. Vier Schritte, die du hier durchklicken kannst:
Schritt 1 von 4
Licht wird Gleichstrom
Die Solarzellen in den Modulen machen aus Sonnenlicht Gleichstrom. Typisch sind zwei Module mit zusammen 800 bis 960 Wp.
Schritt 2 von 4
Der Wechselrichter macht Haushaltsstrom daraus
Er wandelt den Gleichstrom in 230-Volt-Wechselstrom um und gibt höchstens 800 VA ab. Fällt das Netz aus oder ziehst du den Stecker, schaltet er sofort ab.
Schritt 3 von 4
Was im Haus läuft, nimmt den Strom zuerst
Über die Steckdose fließt der Strom ins Hausnetz. Kühlschrank, Router und alles im Standby verbrauchen ihn direkt, du kaufst entsprechend weniger Strom.
Schritt 4 von 4
Der Rest geht ins Netz
Was gerade niemand braucht, fließt über den Zähler ins öffentliche Netz. Geld gibt es dafür in der Regel nicht, deshalb zählt, wie viel du selbst nutzt.
Was im Karton ist
Ein Set besteht aus wenigen Teilen. Tipp ein Teil an, um zu sehen, worauf es ankommt:
Die Idee: die Grundlast decken
Ein Haushalt verbraucht nie null. Kühlschrank, Router, Heizungspumpe und Geräte im Standby laufen rund um die Uhr. Genau diese Grundlast deckt ein Balkonkraftwerk tagsüber. Es ist kein Kraftwerk für die Waschmaschine, sondern eines, das leise im Hintergrund die Rechnung drückt.
- selbst genutzt
- ins Netz
- abgeregelt (800-VA-Grenze)
- Verbrauch im Haus
Deshalb lohnt sich ein Balkonkraftwerk vor allem durch den Strom, den du selbst nutzt: Jede selbst genutzte Kilowattstunde spart bei 37,3 ct den vollen Strompreis, die eingespeiste bringt meist nichts. Wer mehr selbst nutzen will, legt Geräte in die Mittagszeit oder ergänzt einen Speicher.
Was es je nach Lage bringt
Am meisten bringt ein Modul, das schräg nach Süden zeigt. Am Geländer hängt es meist senkrecht und erntet weniger, rechnet sich aber trotzdem:
- Süd, schräg aufgestellt820 kWh im Jahr · 410 kWh selbst genutzt · rund 155 € gespart
- Ost/West, schräg650 kWh im Jahr · 400 kWh selbst genutzt · rund 150 € gespart
- Süd, senkrecht am Geländer590 kWh im Jahr · 340 kWh selbst genutzt · rund 125 € gespart
- Südost, senkrecht530 kWh im Jahr · 320 kWh selbst genutzt · rund 120 € gespart
- Ost, senkrecht400 kWh im Jahr · 280 kWh selbst genutzt · rund 105 € gespart
- Nord, senkrecht210 kWh im Jahr · 210 kWh selbst genutzt · rund 80 € gespart
Passt ein Balkonkraftwerk zu dir?
Passt gut, wenn …
- du einen Balkon, eine Wand, ein Flachdach oder Garten mit Sonne von Ost über Süd bis West hast,
- tagsüber jemand zu Hause ist oder Geräte laufen,
- du zur Miete wohnst: Du hast einen Anspruch auf Zustimmung (§ 554 BGB).
Eher eine Alternative, wenn …
- dein Balkon nach Norden zeigt oder ganz im Schatten liegt,
- du ein eigenes Dach hast und viel mehr Strom erzeugen willst,
- du Strom für Camping oder einen Stromausfall suchst.
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Häufige Fragen
Ist ein Balkonkraftwerk dasselbe wie ein Steckersolargerät?
Ja. Im Gesetz heißt es Steckersolargerät (§ 3 Nr. 43 EEG): Module mit zusammen höchstens 2.000 Wp und ein Wechselrichter mit höchstens 800 VA, angeschlossen hinter dem Zähler eines Haushalts.
Muss das Balkonkraftwerk auf den Balkon?
Nein. Es funktioniert genauso an der Hauswand, auf dem Garagen- oder Flachdach, im Garten oder auf dem Gartenhaus, solange es an einer Steckdose deines Hausnetzes hängt.
Liefert ein Balkonkraftwerk Strom bei einem Stromausfall?
Nein. Der Wechselrichter schaltet sich ab, sobald das Netz ausfällt. Für Notstrom braucht es eine Powerstation; mehr dazu bei den Alternativen.
Wie viel Strom bringt ein Balkonkraftwerk?
Mit 800 Wp senkrecht am Südbalkon im Deutschland-Mittel rund 590 kWh im Jahr, davon nutzt ein Haushalt mit 2.500 kWh etwa 340 kWh selbst. Schräg aufgestellt und nach Süden ist es deutlich mehr.
Quellen
- § 8 EEG (Anschluss, Steckersolargeräte Abs. 5a)
- § 3 EEG (Begriffe, Nr. 43 Steckersolargerät)
- Verbraucherzentrale: FAQ zu Steckersolargeräten
- DKE: FAQ zur DIN VDE V 0126-95
- BDEW-Strompreisanalyse Oktober 2026
- Balkon-Bruno: Methodik des Ertragsmodells
Alle Angaben ohne Gewähr und keine Rechtsberatung. Maßgeblich sind die Gesetzestexte, die Vorgaben deines Netzbetreibers und die Anleitung des Herstellers. Elektroarbeiten an der Hausinstallation nur durch eine Elektrofachkraft.
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